Wollt ihr etwa den Menschen das gottgefällige Handeln gebieten und euch selbst dabei vergessen, wo ihr doch die ihr die Schrift vortragt?
Islam, Sure 2:44

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.
Christentum, Evangelium nach Matthäus 7:1f

Aktuelles

Verständnis und Wertschätzung - gelungene Podiumsdiskussion mit Doris Schulz in Waldniel

Verständnis und Wertschätzung - um diese beiden Begriffe rankte sich eine Podiumsdiskussion in Waldniel zum Thema „Islam in unserer Gesellschaft“, darum kreisten die Gespräche, die Fragen, daran orientierten sich die Gesprächsteilnehmer. Die Moderation lag in den Händen von Lothar Schröder, der mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen die „Bälle“ verteilte. Man spürte, dass ihm das Thema des Abends am Herzen lag. Doris Schulz, Vorstandsmitglied der Christlich-Islamischen Gesellschaft und Synodalbeauftragte für christlich islamische Begegnung im Kirchenkreis Solingen berichtete aus ihrer Arbeit im christlich-islamischen Dialog. Seit 20 Jahren ist sie in dieser Aufgabe eingebunden, weiß von einer wechselvollen Geschichte zu berichten, von Lichtblicken und Problemen, vor allem von viel gutem Willen, die Zukunft positiver zu gestalten. Tahir Yavus, Integrationsratsvorsitzender der Stadt Nettetal überzeugte das Publikum durch seine Ruhe, seine wertvollen Erfahrungen und die Kraft, mit sachlicher Überzeugung Wogen glätten zu können. Ayla Karacali, muslimische Grundschullehrerin in Würselen, Mutter zweier Kinder, vermochte die Spannung auf dem Podium durch ihre frische, sympathische Ausstrahlung zu halten, sie berichtete aus ihrem Arbeits- und persönlichen Bereich, ihr Credo ist Hoffnung, dass mit gutem Willen und Ausdauer Probleme kleiner werden oder gar verschwinden. Die Waldnieler Familie Fazliu bildete den Farbtupfer der Veranstaltung. Mutter Nürten und Sohn Granit wussten von ihrem überwiegend hoffnungsvollen Leben in Waldniel, aber auch von viel Mühe und so manchen Härten zu berichten. Ihr Glaube und der Familienzusammenhalt half ihnen über manche Hürde hinweg, sie wollten und haben sich integriert. Granit, frisch gebackener Abiturient, hat seinen eigenen Weg im Glauben gefunden.

12.07.2013