Gott spricht: "Kind Adams, ich war krank und du hast mich nicht besucht." Der Mensch antwortet: "O Herr, wie kann ich dich besuchen, wo du doch der Herr der Welten bist?" Gott spricht: "Hast du nicht gewusst, dass einer meiner Diener krank war, und du hast ihn nicht besucht? Hast du nicht gewusst, dass du, wenn du ihn besucht hättest, mich bei ihm gefunden hättest?"
Islam, Ausspruch des Propheten Muhammad (Hadith)

"Ich war krank, und ihr habt mich besucht. Ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen." Dann werden ihm die Gerechten antworten: "... Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?" Darauf wird der König ihnen antworten: "Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."
Christentum, Evangelium nach Matthäus 25:36ff

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Verständnis und Wertschätzung - gelungene Podiumsdiskussion mit Doris Schulz in Waldniel

Verständnis und Wertschätzung - um diese beiden Begriffe rankte sich eine Podiumsdiskussion in Waldniel zum Thema „Islam in unserer Gesellschaft“, darum kreisten die Gespräche, die Fragen, daran orientierten sich die Gesprächsteilnehmer. Die Moderation lag in den Händen von Lothar Schröder, der mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen die „Bälle“ verteilte. Man spürte, dass ihm das Thema des Abends am Herzen lag. Doris Schulz, Vorstandsmitglied der Christlich-Islamischen Gesellschaft und Synodalbeauftragte für christlich islamische Begegnung im Kirchenkreis Solingen berichtete aus ihrer Arbeit im christlich-islamischen Dialog. Seit 20 Jahren ist sie in dieser Aufgabe eingebunden, weiß von einer wechselvollen Geschichte zu berichten, von Lichtblicken und Problemen, vor allem von viel gutem Willen, die Zukunft positiver zu gestalten. Tahir Yavus, Integrationsratsvorsitzender der Stadt Nettetal überzeugte das Publikum durch seine Ruhe, seine wertvollen Erfahrungen und die Kraft, mit sachlicher Überzeugung Wogen glätten zu können. Ayla Karacali, muslimische Grundschullehrerin in Würselen, Mutter zweier Kinder, vermochte die Spannung auf dem Podium durch ihre frische, sympathische Ausstrahlung zu halten, sie berichtete aus ihrem Arbeits- und persönlichen Bereich, ihr Credo ist Hoffnung, dass mit gutem Willen und Ausdauer Probleme kleiner werden oder gar verschwinden. Die Waldnieler Familie Fazliu bildete den Farbtupfer der Veranstaltung. Mutter Nürten und Sohn Granit wussten von ihrem überwiegend hoffnungsvollen Leben in Waldniel, aber auch von viel Mühe und so manchen Härten zu berichten. Ihr Glaube und der Familienzusammenhalt half ihnen über manche Hürde hinweg, sie wollten und haben sich integriert. Granit, frisch gebackener Abiturient, hat seinen eigenen Weg im Glauben gefunden.

12.07.2013