Gott spricht: "Kind Adams, ich war krank und du hast mich nicht besucht." Der Mensch antwortet: "O Herr, wie kann ich dich besuchen, wo du doch der Herr der Welten bist?" Gott spricht: "Hast du nicht gewusst, dass einer meiner Diener krank war, und du hast ihn nicht besucht? Hast du nicht gewusst, dass du, wenn du ihn besucht hättest, mich bei ihm gefunden hättest?"
Islam, Ausspruch des Propheten Muhammad (Hadith)

"Ich war krank, und ihr habt mich besucht. Ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen." Dann werden ihm die Gerechten antworten: "... Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?" Darauf wird der König ihnen antworten: "Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."
Christentum, Evangelium nach Matthäus 25:36ff

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Terror in Kopenhagen - ein Kommentar

Sehr kurze Zeit nach den Attentaten von Paris sind wieder Menschen mitten in Europa Opfer islamistischer, antisemitischer Gewalt geworden. Um sie trauern wir.

Was tun angesichts der neuerlichen Anschläge? Nach Paris wurden wichtige - lange verpasste! - symbolische Akte gesetzt. Vertreter aus Politik, Islam, Judentum und Christentum traten gemeinsam auf, die Zivilgesellschaft zeigte in Demonstrationen, dass sie Extremismus von rechter oder islamistischer Seite nicht hinnehmen will.

Nach Kopenhagen ist es beängstigend still. Es bleibt zu hoffen, dass in der Stille die Erkenntnis reift, dass Symbolhandlungen nicht ausreichen. Die Verhinderung des gewalttätigen Extremismus braucht viele Standbeine. Eines davon ist der Dialog der Religionsgemeinschaften. Nach Paris wurde er sogar von der Politik gefordert. Gefördert wird er allerdings viel zu wenig.

15.02.2015